Green Bay Packers

Eine amerikanische Stadt und ihre Berühmtheiten!

Green Bay ist eine 102.000 Einwohner-Stadt in Wisconsin am Michigansee, wo der Fox River in den See mündet. National und international bekannt wurde Green Bay durch seine Footballmannschaft, den Green Bay Packers, die sich 1919 gründeten. Diese Footballmannschaft, in ihren Teamfarben Dunkel-Grün, Gold und Weiß, erlangte Berühmtheit, da sie im amerikanischen Profifootball, mit 12 NFL-Meisterschaften und 3 Superbowl-Siegen (1967 gegen die Kansas City Chiefs, 1968 gegen die Oakland Raiders und 1997 gegen die New England Patriots), einen Rekord aufstellten.

Eine andere Besonderheit: Die Mannschaft ist nicht, wie sonst üblich, in Privatbesitz, sondern die Besitzer sind die Einwohner der Stadt Green Bay. Den Namen Green Bay Packers, verdanken sie der Indian Packing Company, die sich 1919 als erster Sponsor des Teams erwies. Den Namen haben sie behalten, obwohl das Sponsoring des Unternehmens schon nach einer Saison wieder beendet wurde.

Die Zahl der American Football-Anhänger im Staat Wisconsin ist sehr groß, sodass die Homebase bzw. das Stadion der Green Bay Packers, das den Namen Lambeau Field trägt, seit über 40 Jahren permanent ausverkauft ist. Wer eine Dauerkarte haben möchte, muss eine 30-jährige Wartezeit einkalkulieren, d. h., ein Vater sollte seinen Sohn schon bei der Geburt vormerken lassen. Doch nicht nur dies bestätigt den Bekanntheitsgrad der Mannschaft, auch einer der legendärsten Trainer des American Footballs, Vince Lombardi, hat einen großen Teil dazu beigetragen. Zweimal führte er die Mannschaft zum Super-Bowl und war dadurch 1968 so populär, dass der ehemalige US-Präsident, Richard Nixon, in Erwägung zog, mit Vince Lombardi als Vizepräsident in den Wahlkampf zu ziehen. Dem Motto von Vince Lombardi entsprechend, “Gewinnen ist nicht alles, gewinnen ist das Einzige”, erhalten die Superbowl-Gewinner als Siegerpokal die Vince Lombardi-Trophy.

Football in Deutschland

Fußball made in USA!

Wie so vieles andere auch haben amerikanische Besatzungssoldaten den American Football in Deutschland etabliert. Von 1945 bis 1979 wurde in Deutschland dieser Sport hauptsächlich von den amerikanischen Besatzungssoldaten gespielt. Seit diesem Zeitpunkt gibt es den “American Football Verband Deutschland” (AFVD), der mit 33.000 Mitgliedern, als Sportverband an 42. Stelle und an 10. Stelle als Mannschafts-Sport-Verband steht. Die ersten größeren Footballspiele der Kasernenmannschaften wurden bis 1946 im Frankfurter Waldstadion, der heutigen Commerzbank Arena, ausgetragen. Dies änderte sich jedoch, als das Stadion für den Fußball freigegeben wurde.

Die Austragungen der Meisterschaften von American Football in Deutschland sind unterteilt in German Bowl, Junior Bowl und Ladies Bowl. Voraussetzungen, um sich für eine Meisterschaft zu qualifizieren, ist die German Football League (Bundesliga) 1 und 2, bei den Frauen ähnlich, wobei sich die Frauenmannschaften an die Herrenmannschaften, der Vereine anlehnen. Der Grund hierfür, eine finanzielle Grundlage für den Spielbetrieb muss vorgewiesen werden, was bei wenigen Spielern nicht einzuhalten ist. Die Junior Mannschaften sind in 3 Klassen bzw. Alter eingeteilt, A-Jugend 16-19 Jahre, B-Jugend 14-16 Jahre und C-Jugend 10-13 Jahre. Neben den Vereinen haben sich auch Universitätsmannschaften gebildet, wie die Passau Red Wolves oder Konstanz Falken.

Der American Football in Deutschland ist nach mehr als 60 Jahren ansässiger Sport, noch immer nicht populär genug, wie andere Sportarten, was wohl auch daran liegt, dass die Spiele, außer auf einem Sportsender, nicht im Fernsehen übertragen werden. Dies, obwohl Deutschland schon mehrere Male Ausrichter einiger größerer Football-Ereignisse war, wie die American Football-Weltmeisterschaft 2003 und die European Championships 1989 und 2000. Auch 2010 wird Deutschland diese wieder ausrichten. Die einzige wirkliche Übertragung eines Spiels ist das Superbowls in den USA, das vom ersten Programm mit einem deutschen Kommentator, jährlich live gesendet wird.